#001 Warum gibt es eigentlich diesen Podcast & was hat mein Migranten-Dasein und der Tod damit zu tun?

 

Als mir meine Mutter damals, ich war 12 Jahre alt, erklärt hatte, dass wir „Ausländer“ sind und was das überhaupt bedeutet, war ich sehr irritiert und durcheinander… Diese „Wir sind alle gleich“-Welt, in der ich lebte; in der wahrscheinlich jedes Kind mal gelebt hat; war für mich urplötzlich zusammengebrochen.

 

„Wenn wir nicht gleich sind“, so dachte ich, „dann müssen wir ja alle unterschiedlich sein und dann muss ja jemand besser sein und der andere schlechter, oder schöner und hässlicher usw…. Wer bin ich also in dieser Gleichung?“

 

 

DAS war der Beginn von so viel Unruhe, Drama und Schmerz in meinem Leben.

 

Es begann alles mit einem Vergleich…

 

Die Tatsache, dass meine Familie und ich, fast die einzigen Migranten in dem kleinen deutschen Dörfchen, in dem ich aufwuchs, waren, verstärkte in mir zusätzlich das Bedürfnis dazuzugehören. Ich hatte Angst ausgeschlossen zu werden und alleine zu sein.

 

Das Zugehörigkeitsgefühl ist ja auch aus wissenschaftlicher Sicht, bei Jugendlichen, stark von Gleichaltrigen abhängig.

 

So kam es nicht von ungefähr, dass ich so ziemlich alles dafür tat um mich anzupassen… das hat sich über die Jahre hinweg so automatisiert, dass ich nicht mal mehr darüber nachdenken musste. Das Schema, das unbewusst in mir ablief, war immer gleich und führte letztlich immer dazu,

dass ich mich je nach dem mit wem oder mit was ich es gerade zu tun hatte, anpasste: Meinungen, Standpunkte und Verhalten übernahm und dadurch mich selbst, meine Identität, verloren habe.

Ich will jetzt hier nicht jammern, mein Leben war deswegen nicht komplett scheiße, aber etwas Grundlegendes hat eben doch gefehlt… meine Identität!

Viel Spaß mit meiner allerersten Podcastepisode :)

Deine Diana :)

 

 


Höre, abonniere und teile meinen Podcast auch gerne (unterwegs) über iTunesAndroid oder YouTube

Kommentar schreiben

Kommentare: 0